Hinweise zur Fährtenarbeit

  • Der Hund darf die Suche erst starten, wenn dieser die Freigabe seines Menschen erhalten hat. Der menschliche Individualgeruch setzt sich aus verschiedenen Substanzen zusammen. Unter anderem aus Eiweißen, Hormonen, stoffwechselbedingte Abbauprodukten und körpereigenen Bakterien. Hinzu kommen Pflegeprodukte, die auf den Körper aufgetragen werden. Alle Gerüche unterliegen der natürlichen Zersetzung bzw. Verdampfung. Diese Duftmoleküle, Hautschuppen und Geruchspartikel verliert der Mensch als Mikropartikel, während er die Fährte legt. Sie fallen zu Boden und zersetzen sich dort weiter. Die entstehenden Gase werden vom Hund gerochen.
  • Wird ein organischer Untergrund, z.B. Wiese oder Laub, betreten, entsteht durch den Fußabdruck eine Bodenverletzung. Aus den verletzten Pflanzen treten Gärungssäfte aus, an denen sich der Hund während der Suche orientieren kann.
  • Der Hund sollte bei der Suche ein Fährtengeschirr und eine 5m Leine tragen. Das Geschirr dient als reine Arbeitskleidung.
  • Im Geschirr darf und soll er an der Leine ziehen. Im Geschirr bekommt der Hund niemals eine Korrektur durch Zupfen oder Rucken. Das kann zu einer Fehlkonditionierung führen.
  • Der Verlauf der Fährte wird, während sie gelegt wird, alle 10 bis 20 Schritte mit einem Markierungsfähnchen abgesteckt. Die Fähnchen werden auf Armlänge seitlich der Fährte gesteckt.
  • Sind Mensch und Hund noch Neulinge beim Fährten, sollte die Fährte möglichst mit oder gegen den Wind gelegt werden. Je nach Windstärke kann der Wind die Duftpartikel weit verwirbeln, so dass der Hund für den Menschen nicht mehr erkennbar eine Spur verfolgt.
  • Die Übungsfläche sollte an den Leistungsstand des Mensch-Hund-Teams angepasst werden. Befinden sich zu viele Ablenkungsreize im Untergrund, kann sich der Hund nicht auf den Fährtenverlauf konzentrieren.
  • In der Anfangsphase der Fährtenarbeit sollten nicht mehr als ein bis zwei Winkel, in einem etwa 50 bis 70 m langem Fährtenverlauf, sein.
  • Am Ende der Fährte soll ein Zielobjekt (Apportier-Dummy) liegen. Für beuteorientierte Hunde eignet sich Nahrungsquellen, z.B. Futterbeutel, Futterschüssel o.Ä.).
  • Der Rückweg zum Hund verläuft im Bogen um die Fährte herum, diese keinesfalls kreuzen.
  • Eine ritualisierte Vorgehensweise, bevor der Hund die Suche startet, sorgt für mehr Ruhe und Konzentration beim Hund.
  • Dem Hund wird das Fährtengeschirr erst einen Meter vor dem Startpunkt angezogen und beim Erreichen des Ziels sofort wieder ausgezogen. Dadurch wird die lockere Leinenführung am Halsband nicht gefährdet.
  • Der Hund wird, nach dem Anziehen des Fährtengeschirrs, immer erst ins Down! und Platz! gelegt.
  • In der Anfangsphase der Fährtenarbeit sollten nicht mehr als ein bis zwei Winkel, in einem etwa 50 bis 70 m langem Fährtenverlauf, sein.
  • Am Ende der Fährte soll ein Zielobjekt (Apportier-Dummy) liegen. Für beuteorientierte Hunde eignet sich Nahrungsquellen, z.B. Futterbeutel, Futterschüssel o.Ä.).
  • Der Rückweg zum Hund verläuft im Bogen um die Fährte herum, diese keinesfalls kreuzen.
  • Eine ritualisierte Vorgehensweise, bevor der Hund die Suche startet, sorgt für mehr Ruhe und Konzentration beim Hund.
  • Dem Hund wird das Fährtengeschirr erst einen Meter vor dem Startpunkt angezogen und beim Erreichen des Ziels sofort wieder ausgezogen. Dadurch wird die lockere Leinenführung am Halsband nicht gefährdet.
  • Der Hund wird, nach dem Anziehen des Fährtengeschirrs, immer erst ins Down! und Platz! gelegt.
  • Der Hund darf die Suche erst starten, wenn dieser die Freigabe seines Menschen erhalten hat.

 

Besonders zu Beginn der Fährtenarbeit sollte mehr Augenmerk auf die Ritualisierung der Vorgehensweise und die saubere Ausarbeitung des Verlaufs und der Winkel gelegt werden. Fährtenarbeit ist sehr anstrengend, besonders für ungeübte Hunde. Deshalb eher ein bis zwei kürzere Fährten sauber durcharbeiten, als eine lange Fährte legen, die abgebrochen werden muss oder die der Hund ohne Hilfe des Menschen nicht bis zum Ziel ausarbeiten kann.
Das Leinenhandling ist bei der Fährtenarbeit Übungssache. Zur Veranschaulichung finden Sie hier ein Video zum Leinenhandling während der Übung.